Katharina relaxed in ROM

Ich lasse es mir gutgehen!

Tag 5 – oh je – letzter Tag, morgen geht es wieder nach Deutschland!

Frühstück

Heute habe ich mir vorgenommen, mir nichts vorzunehmen. Es gäbe noch einige Möglichkeiten, den letzten Tag zu füllen. Ich wollte mir ein Schmuckstück als Andenken mit nach Hause bringen. Ich könnte nach Souvenirs Ausschau halten. Ich könnte auch einfach relaxed shoppen und Sightseeing machen. Die Engelsburg besichtigen – wäre eine Möglichkeit.

Ich habe die letzten Tage viele alten Steine gesehen, manches war einfach auch nur sanierungs- oder renovierungsbedürftig, wie das Kopfsteinpflaster und die modernen Gebäude, die oftmals heruntergekommen aussehen. Genug davon! Und die vielen Geschichtsdaten, Kaiser, Päpste, Statthalter und Epochen von Rom, die kann sich eh keiner merken. Von der Engelsburg habe ich mir gemerkt, dass es als Mausoleum erbaut und später der Engel aufs Dach gesetzt wurde, nachdem Rom von der Pest befreit war. Ansonsten kann man eh alles in Wikipedia nachlesen (einfach auf den Link klicken!).

Und: Es haben sich einige berühmte Menschen dort im Gefängnis befunden und auch in den Tod gestürzt. Berühmtestes Opfer war wohl Puccinis Tochter. Das reicht mir! Die Brücke erinnert mich sehr an die Brücke in Heidelberg über den Neckar. Auch vom Menschenaufkommen her. Da wurde bestimmt was abgeguckt!

Also erstmal frühstücken um 9.30 Uhr. Die Geschäfte öffnen hier erst um 10 oder auch um 11 Uhr. Als ich loslief, hatte das Geschäft Cafè Noir um die Ecke noch nicht offen. Schade. Da wäre ich vielleicht fündig geworden. Und als ich um 19 Uhr den zweiten Anlauf nehmen wollte, hat die Dame hinter der Kasse gerade den Laden geschlossen, obwohl bis 19.30 Uhr offen sein sollte laut Türanschlag. Italienisch eben!

Café Noir

Also weiter Richtung Apotheke – zum Corona-Selbsttest… Moment mal, wie alt darf der Test sein? 24 oder 48 Stunden? Hm…. das war mal wieder nicht herauszubekommen. Möglicherweise brauche ich auch gar keinen Test, weil ich durchgeimpft bin. Also zweimal geimpft und die zweite Impfung länger als 14 Tage zurückliegt.

Das Apothekenzelt ist leer und ich beschließe mich zu erkundigen. Kostenlos? Für Flug geeignet? Papierzertifikat? Sofort oder später? Aufs Smartphone oder per E-Mail?

Am Zelt stand etwas auf italienisch. Das einzige was ich lesen konnte, war 22 €. Auf Frage bekam ich die Auskunft, ebenfalls nur auf italienisch, dass ich 32 € zahlen müsse und der Test aufs Smartphone geschickt werden würde. Na ja… sehr dubios. Meine Italienischkenntnisse reichen für eine weitere Aufklärung nicht aus. Also erstmal weiter in die Stadt, alte Steine fotografieren.

Roma Capitale

Zunächst die noch andauernden Ausgrabungen der Kommune.

Dann weiter zur spanischen Treppe. Die hatte ich doch glatt großräumig umgangen und ich hätte mich nicht nach Hause zu meiner Frisörin getraut, wenn ich nicht dort gewesen wäre. Sie hat mir diese Sehenswürdigkeit ans Herz gelegt, nachdem sie mir eine schwärmerische Erinnerung von 2003 erzählt hatte. Sie hat eine 3-Tage-Reise nach Rom geschenkt bekommen zum 40. Geburtstag. Der Hinflug mit Rayen Air kostete ungefähr 15 Euro und der Rückflug ca. 25 Euro. Es bestand außerdem damals keine Gefahr, nach Belarius entführt zu werden!

Spanische Treppe

Also ab in Richtung spanische Treppe (die eigentlich anders heißt, und zwar Scalinata di Trinità dei Monti) auf die man sich bloß nicht setzen darf. Ich hatte meinen Hintern kaum auf einem kleinen Pfeiler platziert, um ein Selfie zu schießen, wurde ich auch von der Policia mit einem schrillen Pfiff und einem eindeutigen Handzeichen zurechtgewiesen!

Kein Mensch sitzt auf der Treppe. Tatsächlich nicht!

Nach dem Aufstieg bis ganz nach oben wurde ich mit einem wunderschönen Rundblick belohnt. Ah – Danke Stella. Das hat sich gelohnt. Es ist schwül und heiß… meine Schuhe – die Blinki-Blinki-Schuhe, fangen an zu reiben.

Das hatte ich befürchtet. Nicht umsonst habe ich meine Treckingsandalen im Rucksack, die ich kurzerhand oben am Berg getauscht habe. Ist halt nix mit schicken Schuhen auf dem römischen Pflaster. Nicht umsonst gab es früher die Römersandalen, die mussten flexibel auf alle Unebenheiten reagieren können und anpassungsfähig sein.

Keiner sitzt!

Auf dem Weg über der Treppe hatte ich einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Ich konnte die Kuppel vom Petersdom und die anderen überragenden Bauwerke wiedererkennen. Sehr cool! Zum ersten Mal sah ich auch berittene Polizei. Sehr anmutige und beeindruckende Tiere…

Den Piazza del Popolo musste ich unbedingt auch noch aufsuchen, sonst wäre mein Kollege Andreas beleidigt. Auch diesen Platz hatte ich bisher ausgespart. Also nix wie hin, um die Empfehlung zu würdigen! Doch was war das? Die Fußballeuropameisterschaft hat sich die komplette Fläche erobert.

Piazza Popolo

Offensichtlich ist hier der Public Viewing Platz der Römer. Einlasskontrollen werden durchgeführt und wie im Flughafen, vor allem die Taschen durchleuchtet. Das ist hier Standard – auch bei allen anderen Touristenattraktionen musste ich meine Tasche abgeben zur Kontrolle! Also kein schöner Platz, sondern eine zugebaute Fläche. Na gut. Den Fußballfans sei er gegönnt. Das war es dann also mit den Sehenswürdigkeiten. Jetzt geht es in die Geschäfte!!!

VALENTINO

Ein Geschäft nach dem anderen… Mango, Benetton, Louis Vuitton, ein kühler Einkaufstempel, Valentino, Galleria San Pietro, Ghezzi..

Ghezzi hat mich sehr beeindruckt. Hier kaufen Priester und Bischhöfe ein. Monstranzen, Kutten, Gewänder, Bischhofsmützen – was das Katholikenherz begehrt. Die Auswahl war riesig. Preise standen keine dran, schade. Das hätte mich interessiert. Aber doch auch wieder nicht so, dass ich das Geschäft betreten hätte, um zu fragen. Aber warum eigentlich nicht? Ach nein, ich respektiere ja das Ding mit dem Katholizismus. Ich möchte es nicht verunglimpfen. Also nicht reingegangen.

Souvenirgeschäfte gibt es reichlich. Doch ich konnte nichts finden, was nicht kitschig oder total unnötig war.

Tja liebe Daheimgebliebenen – es wird nichts geben. Ich habe beschlossen, alles in Rom zu lassen. Selbst für mich habe ich keinen Ring gefunden. Es gab einfach NICHTS. Wirklich, nichtmal ein Kleidchen wollte ich – und die waren schön und günstig. Auch keine Schuhe – ich habe kein Bedürfnis nach irgendwas. Das ist doch eine tolle Nachricht und ein gutes Zeichen. Ich bin wunschlos glücklich!

Souvenir, Souvenir

Also weiter – endlich den Coronatest machen. Anderes Zelt, neues Glück. Hier konnte man sogar eine Nummer ziehen und es gab einen Nummernanzeiger, wer denn jetzt dran kommt.

Wartenummer-Zettelchen ziehen. Oh je!

Hm… das dauert. Es war 14 Uhr und ich hatte geschätzte 2 Stunden zu warten, bis ich dran kommen sollte. So richtig wusste das aber keiner. Es warteten schon einige Menschen vor dem Zelt. Kurzerhand lief ich noch durch die Gassen. Als ich zurückkam, waren noch immer 25 Nummern vor mir. Hm… Schwül, heiß und alles ungewiß. Ah – ein Louis Vuitton Geschäft direkt nebendran. Das ist garantiert klimatisiert. Und umschauen kostet nichts.

Also rein – und von einem netten Herren im Anzug empfangen. Ich sagte, dass ich mich nur mal nach Handtaschen umschauen wollte. Oh Gott, jetzt in den Trackingsandalen, und ich hatte vergessen, den Lippenstift vorher nachzuziehen. Na ja – Maskenpflicht auch da drinnen! Ich schaute mich um: Taschen gab es und die kosten tausende Euro – je nach Modell. Es gab auch Schmuck. Das war mir gar nicht bewusst. Ich wollte doch ein Schmuckstück mit nach Hause bringen. Aber auch hier: mehrere tausend Euro – egal was.

Ich fragte eine nette Dame, ob sie mir ihr teuerstes Schmuckstück zum Anprobieren zeigen würde. Sie antwortete, dass das teuerste Schmuckstück eine Diamantkette sei und 56.000 Euro kosten würde. Diese dürfe ich allerdings nicht anprobieren. MIST. Ok. Dann fragte ich nach dem teuersten Schmuckstück, das ich anprobieren dürfe. WOW!

Ein Diamantarmreif für 41.000 €. An meinem Handgelenk. Das gefiel mir ziemlich gut. Jedoch gab ich zu, dass ich es mir (noch) nicht leisten könne. Danach wollte ich mich noch weiter im Laden umschauen.

Mir wurde Jessica zur Seite gestellt, die hilfsbereit und sehr freundlich durch den Laden führte. Geduldig erklärte sie mir Materialien, zeigte mir Schmuckaufbewahrungskästen, nannte mir auf Nachfrage Preise. Ich fühlte mich wie eine Prinzessin!

Am Schluss wollte sie mir ein Armreif für 3.500 € verkaufen. Hätte ich auch sofort genommen, aber vielleicht doch erst im nächsten Jahr?

Ich wurde schon unruhig, weil ich dachte, ich verpasse meinen Testtermin. Sie bestand darauf, mir noch und noch und noch was zu zeigen. Ich erklärte, ich sei überwältigt und brauche Bedenkzeit und müsse jetzt erstmal raus aus dem Geschäft. Und tatsächlich: Ich habe meinen Termin verpasst. ARGH… so eine heilige Sch… Ich hatte Nummer D 15. Und gerade wurde D 17 angezeigt. D 16 war gerade drin. Hm… sehr unfreundlich wurde ich angebafft, warum ich denn weggegangen sei und dass ich jetzt warten müsse. Wie bitte? Ich habe 2 Stunden gewartet, um gesagt zu bekommen, ich müsse warten? Ich fragte die anderen Wartenden, ob sie was dagegen hätten, wenn ich jetzt meinen Termin wahrnehmen würde. Und es war gar keine Frage. Sie ließen mich „vor“.

OK. Getestet und Personalien aufgenommen. Nach weiteren 2 Stunden sollte das Ergebnis per E-Mail übersandt werden. Keine Papierausgabe. Und wieder mein Gedanke, was die Menschen ohne Smartphone wohl machen. Egal. Nicht mein Problem. Irgendwie hat es mir dann gereicht. Und zum Glück war der Test dann auch negativ!

Test Negativ

Ich lief zum Hotel zurück. Duschen, Klimaanlage an, ruhen. Blogartikel vorbereiten. Anziehen. Rausgehen zum Essen auf zur letzten kulinarischen Runde. Hatte ich erzählt… ach nein. Jener Lukullus der vor der Geburt Christi in Rom lebte und verschiedene hohe politische Funktionen hatte, war bekannt für seine geschmackvollen Essensevents. Er hat angeblich im Schnitt pro Gelage, bei denen die Gäste eingeladen waren, umgerechnet 6 Millionen Euro verprasst. Das erklärte uns zumindest der Führer in den vatikanischen Museen. Ein Essen – 6 Millionen Euro. PUH.

Eigentlich wollte ich wieder in das tolle Restaurant vom ersten Abend. Also Google Maps bemüht und zielstrebig zum Hostaria de‘ Pastini. Ich hatte es eigentlich schon erreicht. Doch da war er wieder. Der Geschäftstüchtige! Er hieß Danielle. Er wolle mich nicht überreden… aber alles homemade und überhaupt. Ein paar Meter vorm Ziel wurde ich abgefischt. Ich habe es nicht bereut. Es war sehr sehr wirklich sehr lecker!

Das war ein super Tag, auch wenn ich weder ein Andenken für mich noch Souvenirs ergattern konnte. Wer weiß, was der Abend noch bringt. Ich verabschiede mich bis morgen. Liebe Grüße

Eure Katharina Palatina

Veröffentlicht von Katharina Palatina

Ich bin an Vielem interessiert und schreibe über mein Leben, meine Musik und über alles, was mir so in den Sinn kommt!

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