Toscana Grazie Mille

Miro – Ein letzter Blick zu mir

Heute nehme ich Abschied von der schönen Toskana. Das Casanuova ist wirklich eine Perle, wo es sich sehr gut leben läßt. Das Personal ist unglaublich nett, die Speisen sind fantastisch – alles biologische Ware aus eigenem Anbau und wunderbar zubereitet. Miro ist der Hof- und Hütehund des Casanuova. Er ist tatsächlich ein aufmerksamer Wachhund und schlägt an, wenn Fremde auf das Grundstück kommen. Sobald Miro die Neuen kennengelernt und beschnuppert hat ist er jedoch der absolute Schmusehund und möchte ständig gestreichelt werden und spielen. Ciao Miro!

Der hauseigene Gemüsegarten
Die Zedern am Parkplatz des Casanuova
Da habe ich ja ganz schön was vor mir
162,4 pro Liter Super mit Bedienung
On the road again

Nachdem gestern die Technik versagt hatte, musste ich heute früh zunächst einmal den gestrigen Tag in meinem Reiseblog verarbeiten. Das kostet natürlich alles auch etwas Zeit. Jedoch schreibe ich sehr gerne und weiß, dass ich auch mir selbst eine Erinnerung im Netz hinterlasse. Ich kann dieses Reisetagebuch wie ein selbst gestaltetes Fotoalbum jederzeit durchscrollen und nachlesen. Vielleicht konnte ich auch den einen oder anderen anregen, eine ähnliche Reise zu unternehmen. Ich bin nach wie vor dankbar, dass ich durch die Corona Pandemie und der damit zusammenhängenden Auftrittssperre die Zeit gefunden habe, eine solche Abenteuerreise zu wagen. Die weite Fahrt hat sich gelohnt. Vor allem in einem Cabrio empfinde ich die Autofahrt selbst nicht als lästiges Übel, sondern sie ist absolut Teil der Reise. Ich cruise gemütlich zwischen 90 und 110 Stundenkilometern auf Landstraßen und Autobahnen. Sie ist Teil des Urlaubes. Ich kann die Landschaft genießen, ein Hörbuch hören oder diesen Blog diktieren.

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Fiat cinquecento

Auf der Heimfahrt ist es wieder tierisch warm. Ich fahre mit offenem Verdeck mit Strohhut auf dem Kopf und Klimaanlage an den Füßen. Bei 35 Grad muss der Geist kühl bleiben! Auf der Autobahn gibt es nur bei Florenz den ersten Stau. Er dauert aber nur 5 Minuten und ist eher zähflüssiger Natur. Es ist 9.30 Uhr. Ich weiß bei der Abfahrt weder wohin mich das Navi führt, noch ob und wo ich übernachten werden. Ich bin maximalflexibel und lasse mich von Lust, Laune, Wetter und Gefühlszustand treiben. Alles ist möglich – 100 Prozent in 100 Prozent der Zeit.

Aloisius und Cola zur Sicherheit

Am Nachmittag ergreift mich ein kleines Tief. Ich bin müde und fahre auf den Rastplatz um mir eine Coke zu kaufen. Diese und mein Schutzengel sollten für eine unfallfreie Fahrt sorgen. Coca Cola ist eigentlich ein absolutes no go – Getränk für mich. Es ist pures Gift, nicht nur wegen des Zuckergehalts. Allerdings ist es im Urlaub eine sichere Bank: Es schmeckt in der ganzen Welt ziemlich gleich, man weiß also was auf einem zukommt. Es verleiht kurzfristig Energie und macht wach und es ist eine Süßigkeit, mehr noch als Getränk. Ich gönne es mir wirklich nur auf Urlaubsreisen (zuletzt in Hongkong und Brüssel).

Unangenehm aber unvermeidbar und glücklicherweise sauber

Auf dem Weg durch Italien passiert nichts Spektakuläres. Außer dem Fiat 500, der Huckepack durch die Lande reist, ist alles unauffällig und ruhig. Die Alpen kommen immer näher. Gegen 16.30 Uhr bin ich bei Como und Lugano angekommen. Auch der Lago Maggiore ist nur einen Katzensprung entfernt. Das Wetter ist traumhaft, blauer Himmel, Sommer, Wasser. Ich bin versucht, abzufahren und noch eine weitere Nacht dranzuhängen. Kurze Zeit überlege ich, doch ich fahre etwas wehmütig, aber vernunftsgemäß weiter. Habe ich doch auch zu Hause viel zu tun und eigentlich keine Lust ein Zimmer zu suchen und nochmal das Auto auszupacken. Also ist klar – das gibt ein langer Ritt bis nach Hause.

Ich liebe die Alpen, die Gewässer und die vielen Tunnel, die sich hinter dem St. Gotthard aneinanderreihen. Vorm St. Gotthard heißt es, Dach zu. Es ist im offenen Cabriolet sehr laut im Tunnel. Das habe ich als Anfängerin auf der Hinreise leider zu spät gemerkt. Da wird es praktisch unmöglich Radio oder ein Hörbuch zu hören. Also dazugelernt und mit dem Hörbuch „Gespräche mit Gott“ Band 1 gecruist.

Eine Feuerhand über mir

Ich freue mich auf zu Hause. Vor allem bin ich gespannt, ob ich an der Grenze einem Coronatest unterzogen werde. Die erste Grenze Italien – Schweiz ist leer, ich werde freundlich durchgewunken. Die Grenze Weil am Rhein ist ebenfalls leer und entspannt. Ich konnte langsam durchrollen. Puh – alles ohne Komplikationen verlaufen. Dem Himmel sei Dank! What a sky!!!

Weil am Rhein. Ich bin drin in D

Die ganze Fahrt habe ich mir vorgenommen, bei Mc Donalds 2 Cheeseburger und eine kleine Pommes zu konsumieren. JAAAA! Auch das ist lediglich eine Urlaubsreiseangewohnheit. Es kommt alle 1 bis 2 Jahre vor, dass ich das mache. Es erinnert mich an meine Jugend und an den Glaubenssatz: Burgerking schmeckt überhaupt nicht und bei Mäckes schmeckt nur der Cheeseburger – lecker die Gurke, der Ketschup und der Käse. Dazu stehe ich und nach den 2 kulinarischen Wochen mit viel Gemüse und Biokost habe ich dabei auch kein schlechtes Gewissen.

Nach der Grenze geht es Nonstop in Richtung Heimat…. noch zweieinhalb Stunden, dann habe ich es geschafft. An der Pfälzer Weinstraße ist mein Tank leer, eigentlich leuchtet die Reservelampe schon eine Weile. Keine Ahnung wie weit ich damit noch komme. Es gibt keine Restkilometeranzeige, zumindest finde ich sie nicht. Ich beschließe auf Risiko zu fahren und fahre an der letzten Autobahntankstelle vorbei. Die Nadel ist fast am Anschlag… so langsam wird mir mulmig, aber no Risk – no Fun. Angespannt fahre ich mit Tempo 100, dann nach Verlassen der Autobahn mit Tempo 80 auf der B 271 entlang. Immer damit rechnend, dass ich wohl liegen bleiben werde. Ich überlege, wer mir einen Reservekanister bringen könnte. Es ist 22.30 Uhr, geht also noch. Zur Auswahl stehen mein Sohn, ein Nachbar, ein guter Freund. Alle haben Glück gehabt. Mit Dankbarkeit und leerem Tank erreiche ich die Jet-Tankstelle in Bad Dürkheim. Müde, glücklich und zufrieden fahre ich mit günstigem Treibstoff – 1,23 € (zur Erinnerung in Italien mit Service 1,62 €) nach Hause. Und da bin ich nun!

30 Minuten vor Schließung erreicht

Endlich zu Hause – 57,5 l passten in den Tank. Wow. Jetzt kenne ich auch die energetischen Grenzen meines Fahrzeugs😅😂.

Noch ist die Nadel ganz, gaaanz unten!

Veröffentlicht von Katharina Palatina

Ich bin an Vielem interessiert und schreibe über mein Leben, meine Musik und über alles, was mir so in den Sinn kommt!

Ein Kommentar zu “Toscana Grazie Mille

  1. Der Abschied von einer solch schönen Zeit, Lokalität & Menschen fällt oft nicht leicht. Aber vielleicht zieht es Dich eines Tages ja wieder dort hin – oder in ein anderes Abenteuer, wer weiß ? 😊 Jetzt wünsche ich Dir erst einmal eine gute, stress- und staufreie Heimfahrt. Dass Du die Autofahrt genießt, kann ich gut nachvollziehen. Über zwanzig Jahre hinweg fuhr ich an den Gardasee (hoffentlich bald wieder). Auch für mich begann mein Urlaub bereits mit der Fahrt (700 km) dort hin. Musik, schöne Landschaft – da störte mich auch kein Stau. Komm‘ gut nach Hause.😏😘

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