Home Sweet Home

Was bin ich froh, wieder zu Hause zu sein. Gestern Abend war es zwar noch etwas stressig, weil keine Getränke da waren, außer Leitungswasser und Milch… aber ich habe für mich noch eine andere Lösung gefunden und musste erst mal runterkommen. Immerhin hat mich mein Kater Filou begrüßt und nachdem ich ihn gefüttert habe gleich wieder das Revier durchstreift.

Zu Hause nach 2146 km

Morgens leistete er mir erst mal Gesellschaft im Bett und ließ sich ordentlich durchkraulen. Ich erfreue mich an meinem Garten, einem ersten Kaffee und plane den Tag:

Filou genießt

Also Musicant Frankenthal steht ganz oben auf der Liste. Ihr erinnert euch – ein neuer Capodaster muss her, außerdem muss mein Gurt am Gitarrenkörper befestigt werden. Dann stehen der Steuerberater und der Augenarzt auf der Agenda. Koffer auspacken, Wäsche waschen und aufräumen. Netzpflege, E-Mail-Konten wieder einrichten (zur Erinnerung: ich wurde gehackt und habe unterwegs alles auf Handy, nicht aber in Outlook ändern können). Also der Tag ist angereichert – mir wird nicht langweilig. Und Morgen wird dann ausgiebig ausgeruht.

Ich liebe meinen Garten

Ich bin gespannt, ob ich mein Tagesprogramm schaffe. Auf jeden Fall war das eine wundervolle Reise und ich fühle mich inspiriert, erholt und glücklich.

Danke dem Casanuova (https://www.casanuova.info/de/home/), das ich durch die Mediterranean School of Music kennenlernen durfte. Ich war dort keine Kursteilnehmerin sondern einfacher Gast und habe mich wahnsinnig wohl gefühlt. Ich konnte relaxen, musizieren und schlemmen.

Casanuova, nicht nur für Musiker!

Danke an Kosho, danke an die Mediterranean School of Music, die ich hier gerne nochmal verlinke: https://www.med-music-school.com/ und vielen Dank an dessen Leiter Sebastian Banger, der mir sehr viele Infos auch telefonisch übermittelt hat.

Kursteilnehmer Gitarre und Gesang

Ich würde jederzeit wieder einen Kurs buchen, eine Reise als Alleinreisende unternehmen, ein Cabriolet kaufen und einen Blog schreiben. Das alles hat mir ungemein Spaß gemacht, mir Lebensfreude bereitet.

Also lasst mich gerne wissen, ob ich euch inspirieren konnte, oder was ich beim nächsten Blog besser machen könnte. Wer weiß, das war vielleicht der Anfang einer neuen (Blog-) Liebe!

Blue Beauty – beste Entscheidung!
Alles Liebe eure Katharina Palatina

Toscana Grazie Mille

Miro – Ein letzter Blick zu mir

Heute nehme ich Abschied von der schönen Toskana. Das Casanuova ist wirklich eine Perle, wo es sich sehr gut leben läßt. Das Personal ist unglaublich nett, die Speisen sind fantastisch – alles biologische Ware aus eigenem Anbau und wunderbar zubereitet. Miro ist der Hof- und Hütehund des Casanuova. Er ist tatsächlich ein aufmerksamer Wachhund und schlägt an, wenn Fremde auf das Grundstück kommen. Sobald Miro die Neuen kennengelernt und beschnuppert hat ist er jedoch der absolute Schmusehund und möchte ständig gestreichelt werden und spielen. Ciao Miro!

Der hauseigene Gemüsegarten
Die Zedern am Parkplatz des Casanuova
Da habe ich ja ganz schön was vor mir
162,4 pro Liter Super mit Bedienung
On the road again

Nachdem gestern die Technik versagt hatte, musste ich heute früh zunächst einmal den gestrigen Tag in meinem Reiseblog verarbeiten. Das kostet natürlich alles auch etwas Zeit. Jedoch schreibe ich sehr gerne und weiß, dass ich auch mir selbst eine Erinnerung im Netz hinterlasse. Ich kann dieses Reisetagebuch wie ein selbst gestaltetes Fotoalbum jederzeit durchscrollen und nachlesen. Vielleicht konnte ich auch den einen oder anderen anregen, eine ähnliche Reise zu unternehmen. Ich bin nach wie vor dankbar, dass ich durch die Corona Pandemie und der damit zusammenhängenden Auftrittssperre die Zeit gefunden habe, eine solche Abenteuerreise zu wagen. Die weite Fahrt hat sich gelohnt. Vor allem in einem Cabrio empfinde ich die Autofahrt selbst nicht als lästiges Übel, sondern sie ist absolut Teil der Reise. Ich cruise gemütlich zwischen 90 und 110 Stundenkilometern auf Landstraßen und Autobahnen. Sie ist Teil des Urlaubes. Ich kann die Landschaft genießen, ein Hörbuch hören oder diesen Blog diktieren.

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Fiat cinquecento

Auf der Heimfahrt ist es wieder tierisch warm. Ich fahre mit offenem Verdeck mit Strohhut auf dem Kopf und Klimaanlage an den Füßen. Bei 35 Grad muss der Geist kühl bleiben! Auf der Autobahn gibt es nur bei Florenz den ersten Stau. Er dauert aber nur 5 Minuten und ist eher zähflüssiger Natur. Es ist 9.30 Uhr. Ich weiß bei der Abfahrt weder wohin mich das Navi führt, noch ob und wo ich übernachten werden. Ich bin maximalflexibel und lasse mich von Lust, Laune, Wetter und Gefühlszustand treiben. Alles ist möglich – 100 Prozent in 100 Prozent der Zeit.

Aloisius und Cola zur Sicherheit

Am Nachmittag ergreift mich ein kleines Tief. Ich bin müde und fahre auf den Rastplatz um mir eine Coke zu kaufen. Diese und mein Schutzengel sollten für eine unfallfreie Fahrt sorgen. Coca Cola ist eigentlich ein absolutes no go – Getränk für mich. Es ist pures Gift, nicht nur wegen des Zuckergehalts. Allerdings ist es im Urlaub eine sichere Bank: Es schmeckt in der ganzen Welt ziemlich gleich, man weiß also was auf einem zukommt. Es verleiht kurzfristig Energie und macht wach und es ist eine Süßigkeit, mehr noch als Getränk. Ich gönne es mir wirklich nur auf Urlaubsreisen (zuletzt in Hongkong und Brüssel).

Unangenehm aber unvermeidbar und glücklicherweise sauber

Auf dem Weg durch Italien passiert nichts Spektakuläres. Außer dem Fiat 500, der Huckepack durch die Lande reist, ist alles unauffällig und ruhig. Die Alpen kommen immer näher. Gegen 16.30 Uhr bin ich bei Como und Lugano angekommen. Auch der Lago Maggiore ist nur einen Katzensprung entfernt. Das Wetter ist traumhaft, blauer Himmel, Sommer, Wasser. Ich bin versucht, abzufahren und noch eine weitere Nacht dranzuhängen. Kurze Zeit überlege ich, doch ich fahre etwas wehmütig, aber vernunftsgemäß weiter. Habe ich doch auch zu Hause viel zu tun und eigentlich keine Lust ein Zimmer zu suchen und nochmal das Auto auszupacken. Also ist klar – das gibt ein langer Ritt bis nach Hause.

Ich liebe die Alpen, die Gewässer und die vielen Tunnel, die sich hinter dem St. Gotthard aneinanderreihen. Vorm St. Gotthard heißt es, Dach zu. Es ist im offenen Cabriolet sehr laut im Tunnel. Das habe ich als Anfängerin auf der Hinreise leider zu spät gemerkt. Da wird es praktisch unmöglich Radio oder ein Hörbuch zu hören. Also dazugelernt und mit dem Hörbuch „Gespräche mit Gott“ Band 1 gecruist.

Eine Feuerhand über mir

Ich freue mich auf zu Hause. Vor allem bin ich gespannt, ob ich an der Grenze einem Coronatest unterzogen werde. Die erste Grenze Italien – Schweiz ist leer, ich werde freundlich durchgewunken. Die Grenze Weil am Rhein ist ebenfalls leer und entspannt. Ich konnte langsam durchrollen. Puh – alles ohne Komplikationen verlaufen. Dem Himmel sei Dank! What a sky!!!

Weil am Rhein. Ich bin drin in D

Die ganze Fahrt habe ich mir vorgenommen, bei Mc Donalds 2 Cheeseburger und eine kleine Pommes zu konsumieren. JAAAA! Auch das ist lediglich eine Urlaubsreiseangewohnheit. Es kommt alle 1 bis 2 Jahre vor, dass ich das mache. Es erinnert mich an meine Jugend und an den Glaubenssatz: Burgerking schmeckt überhaupt nicht und bei Mäckes schmeckt nur der Cheeseburger – lecker die Gurke, der Ketschup und der Käse. Dazu stehe ich und nach den 2 kulinarischen Wochen mit viel Gemüse und Biokost habe ich dabei auch kein schlechtes Gewissen.

Nach der Grenze geht es Nonstop in Richtung Heimat…. noch zweieinhalb Stunden, dann habe ich es geschafft. An der Pfälzer Weinstraße ist mein Tank leer, eigentlich leuchtet die Reservelampe schon eine Weile. Keine Ahnung wie weit ich damit noch komme. Es gibt keine Restkilometeranzeige, zumindest finde ich sie nicht. Ich beschließe auf Risiko zu fahren und fahre an der letzten Autobahntankstelle vorbei. Die Nadel ist fast am Anschlag… so langsam wird mir mulmig, aber no Risk – no Fun. Angespannt fahre ich mit Tempo 100, dann nach Verlassen der Autobahn mit Tempo 80 auf der B 271 entlang. Immer damit rechnend, dass ich wohl liegen bleiben werde. Ich überlege, wer mir einen Reservekanister bringen könnte. Es ist 22.30 Uhr, geht also noch. Zur Auswahl stehen mein Sohn, ein Nachbar, ein guter Freund. Alle haben Glück gehabt. Mit Dankbarkeit und leerem Tank erreiche ich die Jet-Tankstelle in Bad Dürkheim. Müde, glücklich und zufrieden fahre ich mit günstigem Treibstoff – 1,23 € (zur Erinnerung in Italien mit Service 1,62 €) nach Hause. Und da bin ich nun!

30 Minuten vor Schließung erreicht

Endlich zu Hause – 57,5 l passten in den Tank. Wow. Jetzt kenne ich auch die energetischen Grenzen meines Fahrzeugs😅😂.

Noch ist die Nadel ganz, gaaanz unten!

Florenz ich komme!

Wolkenloser Himmel, kühle Luft

Heute habe ich einen straffen Zeitplan:

  • Früh aufstehen
  • 8 Uhr frühstücken
  • Auto waschen lassen
  • 9 Uhr Abfahrt Florenz
  • 10 Uhr Ankunft am Dom
  • 18 Uhr Rückfahrt
  • 19.30 Uhr Abendessen
  • 22 Uhr Session
  • ?? Schlafen gehen
Frühstücksterrasse

Also das mit dem früh Aufstehen hat geklappt. Und ich war die Erste auf der Frühstücksterrasse. Das Frühstück wird wegen Corona vom Personal auf Tellern vorbereitet. Das umfangreiche Buffet ist nicht frei zugänglich. Das Frühstück wird auf Verlangen zusammengestellt. Das Personal trägt wie immer Maske, wie die Gäste auch. Auf die Corona Pandemie wird auch hier angemessen reagiert und ich fühle mich gut geschützt.

Tomaten mit Geschmack

Das Frühstück ist allumfassend. Es gibt Vieles aus eigener Produktion, wie Feigenmarmelade, Tomaten und das Obst.

Unfassbar schmutzig

Nach dem Frühstück fahre ich los. Mein Auto ist unfassbar staubig. Durch den Gewitterregen gibt es zusätzlich fette Tropfenflecken auf dem Lack und vor allem auf der Heckscheibe. Eine Waschanlage muss her. An einer Tankstelle in Figline bekomme ich einen Geheimtipp einer Hinterhofwaschanlage. Einzig die Verständigung gestaltet sich schwierig… Wertmünzen, Geldwechseln, Reihenfolge der Bedienung, Personal, das weder Englisch noch Deutsch spricht oder versteht. Puh, schwierig, aber nicht unmöglich gelingt es mir die Anlage in Gang zu versetzen und das Fahrzeug stadtfein aufzupeppen.

Car Wash, Yeah!

Plangemäß um 10 Uhr stehe ich mitten in der Stadt in der Citygarage. 35 Euro pro Tag, normaler Preis für ein Ticket. So war es auch schon in Mailand. Öffentliche Verkehrsmittel erspare ich mir. Eine Stunde im Zug mit Maske stelle ich mir unerträglich vor.

City Garage – Chaka!

100 m vom Dom entfernt wird mein Auto hoffentlich sicher geparkt. Den Schlüssel gibt man ab, das Fahrzeug verschwindet im Irgendwo. In 5 Minuten stehe ich vor dem Dom. Im Schatten steht eine lange Schlange. Es ist kurz nach halb Elf. Ich stelle mich einfach dazu und schreibe meinen Blog. Das ist total praktisch.

Nur noch 30 Meter!

Gleich bin ich Vorne. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, was mich erwartet. Neben mir stehen Pferdekutschen, die Touristen zum Dom gebracht haben. Nice!

Wie in Wien…
Pause mit Hafersack

Ich habe großes Glück, dass ich so zeitig hier war. Die Schlange war vermutlich nicht so lange, wie sie heute Nachmittag sein wird und ich stand komplett im Schatten. Jetzt hab ich es geschafft, und die Stirn wird mit einem Fieberthermometer gemessen. Erste Hürde – check! Kaum ist man in der Kathedrale drin, wird die Tasche kontrolliert und der Körper gescannt. Auch das war problemlos.

JA! Ich bin drin.

Kerze an und beten

Ich bin ein unchristlicher Mensch, bzw. gehöre ich aus Überzeugung keiner Religionsgemeinschaft mehr an. Mein Sohn ist nicht getauft. Jedoch bestaune ich die pompösen Bauten der Kirche und erfreue mich an der Kunst, die mich immer wieder beeindruckt. Welches Leid die Kirche und der Bau solcher riesigen Kathedralen verursacht hat, blende ich aus. Meine Mutter war eine gebürtige Bayerin und bis zu ihrem Tod sehr religiös und hat die katholische Kirche gelebt. Ihr zu Ehren zünde ich immer ein Teelicht an, denke dankbar an sie und werfe auch einen kleinen Obulus in die Spendensäule. Ich weiß, dass es sie freuen wird, da wo sie jetzt ist. Am liebsten mag ich die bunten kunstvollen Fenster, die das Licht milde herein scheinen lassen.

Oh je… Schmerzen

Pfälzer Füße in Mailänder Schuhen. Das konnte nicht gutgehen. Aufgrund früherer Erfahrungen habe ich Pflaster dabei. Im Schatten eines Postkartenshops picknicke ich mein Frühstücksbrot zusammen mit dem Gaul vor dem Dom, bevor es weiter geht!

Nachdem ich meinen Wunden am Fuß etwas Erholung gegönnt habe, gehe ich weiter. Mich treibt es durch die Altstadt vorbei an der Kathedrale, wo ich mir die ganzen Künstler anschaue, die dort aquarellmalen und auch Karikaturen-Portraits innerhalb von 3 Minuten anbieten.

Unvermittelt stoße ich auf ein Museum über das Wirken von Leonardo da Vinci. Es handelt sich um einen unscheinbaren kleinen Laden. Das stärkste Argument dort hinein zu gehen war, dass keine Warteschlange davor stand und es erschien mir sehenswert. Ich gehe also hinein und löse eine Eintrittskarte und kaufe mir gleich an der Kasse eine geprägte Sondermünze, die Glück bringen soll. Im Innern erwarten mich ganz viele Konstruktionen, die Leonardo da Vinci zu verdanken sind. Mit großem Interesse gehe ich durch die Räume. Nur die Maske stört mich ein wenig. Nachdem ich wieder ins Freie trete, bemerke ich, dass mein Fuß immer noch sehr schmerzt, trotz des schützenden Pflasters.

Glücklicherweise gibt es in Florenz viele kleine Läden, die allesamt reduzierte Ware anbieten. Den nächsten Schuhladen sollte ich erobern. Ich schaute kurz über das Sortiment und fand einen Sneaker, der mit Glitzerherzchen verziert war. Ich empfand ihn als witzig und vielleicht sogar bühnentauglich. Also nahm ich ihn kurzerhand mit. Das Schnäppchen war über 40 Prozent günstiger und ist in meiner Tasche gelandet. Ich wechselte also die Mailänder Sandale mit dem Florentiner und streifte weiter durch die Altstadt von Florenz. Ich hatte Mühe, den Überblick zu bewahren. Wo bin ich eigentlich, wo wollte ich hin und wo gibt es noch sehenswerte Attraktionen? Leider hat der Akku meines Handys geschwächelt. Ich konnte plötzlich weder ins Internet, noch traute ich mich großartig zu recherchieren, was es denn an Sehenswürdigkeiten geben könnte. Mir war es wichtiger, von dem, was ich sah noch ein paar Fotos zu schießen. So trottete ich dahin und meine Füße – ihr könnt’s erraten, taten weiterhin weh. Allerdings hat sich der neue Schuh eine andere Reibungsstelle ausgesucht, so dass ich noch mehr Schmerzen hatte und mit etwas betrippeltem Gesicht durch die Gassen lief.

Nach der Besichtigung des Museum Leonardo da Vinci, als ich dann weiter durch die Altstadt trottete, begegnete mir ein Google Streetview Fahrzeug. Also falls ihr mich einmal in Florenz im Straßenbild auf Google Maps in Florenz entdecken solltet, das bin wirklich ich. Ich habe keine Ahnung, ob ich wegretuschiert werde😂.

Offensichtlich meine missliche Lage erkennend, sprach mich aus einem kleinen grünen Elektroauto heraus ein älterer netter Herr an. Er bot mir an, eine Stadtrundfahrt mit ihm zu machen. Zunächst hatte ich das überhaupt nicht vor. Allerdings überlegte ich aufgrund meiner schmerzenden Füße diese Fügung, dieses Geschenk des Himmels, anzunehmen. Auf meiner Uhr war es gerade mal halb drei und ich hatte mir vorgenommen bis 18 Uhr zu bleiben. Insofern war noch jede Menge Zeit und ich willigte schließlich ein, die große Stadttour mit ihm zu machen.

Toni, mein Stadtführer, mein personal guide

Die Stadtrundfahrt stellte sich als ein großer Gewinn heraus. Mein Fahrer, ich nenne ihn der Einfachheit halber mal Toni, erklärte mir Vieles in Englisch. Aber das allerbeste war, dass er auf einem kleinen Pad die Stadtführung mit insgesamt 18 Stationen in deutscher Sprache dabei hatte. Über eine Lautsprecherbox konnte ich so an jedem Platz, an jeder Sehenswürdigkeit, an jedem Denkmal das Wichtigste erfahren. Er hatte sogar ein Ladekabel für mein Galaxy Note 10 dabei, was mir den restlichen Tag und den Akku rettete😇.

Irgendwann erzählte er mir, dass seine erste Freundin eine Deutsche gewesen sei aus Köln und ebenfalls Monika hieß😊. Das wird wohl ein italienischer Trick sein und ich gehe davon aus, dass die nächste Dame, die er durch die Stadt fährt erzählt bekommt, dass seine erste Freundin Maria oder Regina oder Claudia hieß und aus Deutschland stammte. Aber egal, Hauptsache war für mich, dass ich mich wohl fühlte. Ich hatte Vertrauen in Toni und er führte mich wirklich durch alle Gassen und verbotenerweise durch Fußgängerbereiche. Er zeigte mir Bauten und Ecken in Florenz, die man als Tourist normalerweise nicht zu Gesicht bekommt.

Nach einem wirklich langen Tag gönnte ich mir vor der Kathedrale sitzend noch eine Flasche Mineralwasser und erholte mich von den Strapazen des heißen Tages. Hatte ich doch noch nach der ausgiebigen Stadttour die Ponte Vecchio aus der Nähe angeschaut, auf der sich die ganzen Schmuckläden befinden. Ich wollte eigentlich einen Ring als Souvenir bzw. eine Erinnerung kaufen. Mir erschienen jedoch die Preise für einen kleinen schmalen goldenen Ring mit Glasstein etwas überteuert und ich verzichtete auf das Mitbringsel und kaufte mir stattdessen einen Aufkleber „Firenze“, den ich mir auf meine Gitarrenhülle kleben werde. Dort kleben nämlich schon Sticker von Berlin und Rostock wo ich bereits 1991 mit Gitarre und Lagerfeuermusik gewesen bin. Damals war ich auf dem Konzert der Rolling Stones in Berlin im Olympiastadion – es war die Jungle Tour. Daran erinnere ich mich noch sehr gerne.

Letzte Vorspeise
Betthupferl

Abends wollte ich nach dem Abendessen einfach nur noch ins Bett, denn die Heimfahrt steht bevor! Die Teilnehmersession ließ ich ausfallen. Nach einer kurzen Gitarreneinlage auf meiner Terrasse geht es ab ins Bett…

Florenz? Gewitter? Sting?

Florenz würde ich gerne durchstreifen

Entgegen aller ursprünglichen Planungen werde ich mindestens eine Nacht länger in der Toskana verweilen. Die Nähe zu Florenz und Stings Weinladen um die Ecke erfordern noch etwas Zeit. Es soll heute Nachmittag allerdings gewittern.

Und immer wieder geht die Sonne auf…

Noch im Bett fällt die Entscheidung: Florenz ist heute gestrichen. Es soll den ganzen Nachmittag gewittern und regnen. Also verschiebe ich diesen Programmpunkt auf morgen, wodurch sich auch mein Aufenthalt im Casanuova um eine weitere Nacht verlängert (4 statt 2). Die Unterkunft ist perfekt und die Kursteilnehmer alle sehr sympathisch. Heute früh saß ich beim Frühstück neben einer 22-jährigen Gesangsschülerin, die mit 14 ihren ersten Roman geschrieben, mit 19 einen Literaturwettbewerb gewonnen hat und heute Nacht nach der Session noch bis um 5 Uhr einen Roman fertigstellen musste, da heute Abgabetermin beim Verlag ist. Die Biografie der jungen Dame ist sehr beeindruckend. Nicht nur, dass sie nach 4 Jahren die Kunstschule in Stuttgart abbrach, sondern auch bereits eine Depression, sprich Burnout, hinter sich hat. Und dies vor allem, weil sie einfach das falsche Studienfach und dazugehörend Professoren, die sie verbiegen wollten gewählt und zu spät den Absprung schaffte. Wir haben uns lange unterhalten bis sie schließlich in den Kurs zur Gesangsdozentin musste.

Ich beschloss, meinen Tag mit dem Einkauf in Stings Laden nebenan zu beginnen. Also in ca. 1,3 km Entfernung. Über die typisch schmale, im Prinzip einspurige Landstraße fuhr ich in weniger als 5 Minuten zum Palagio Farm Shop.

Wein von Sting (Police)
Weinfässer von Sting als Parkplatzmarkierung vorm Palagio

Neben selbst angebautem Wein gibt es auch Honig und Kräuter. Sting ist selbst als Landwirt im Einsatz. Ich bin ihm heute auf seinem Traktor begegnet, als ich mir sein Haus auf dem Berg ansah. Als ich wieder das Gelände verließ, kam er mit dem Traktor angefahren. Er hatte Mickey Mouse Gehörschutz auf den Ohren. Er hielt an, um mich vorbeizulassen. Er grüßte mich freundlich und blieb noch einen Moment stehen, als ich schon vorbei war. Ich glaube, er hätte sich gerne mit mir unterhalten. Ich war allerdings so verdutzt, weil ich nicht damit gerechnet hatte, ihm zu begegnen, dass ich wie hypnotisiert langsam weiterfuhr. Schade…

Auf dem Weg zu Sting

Sting und seine Band Police war eine der wenigen, die ich regelmäßig hörte und bei dem ich in meiner Jugend auch auf einem Konzert war. Jetzt ist er 68 Jahre und genießt den Sommer als Landwirt in der Toskana – geil, oder???

Und weiter geht es nach Figline Valdarno

Nachdem ich den Wein ins kühle Appartement verbracht habe, fahre ich in das nächstgelegene Städtchen Figline. Dort habe ich mir eine Briefmarke und eine Postkarte besorgt, um noch einen Gruß an eine liebste Freundin nach Germania zu senden.

Manchmal muss es eine Coke sein
Schönste Ecke?

Die ersten bedrohlichen Gewitterwolken zeigen sich und es ist recht schwül. Zeit, wieder zum Casanuova zurückzukehren. Lesen, klampfen, relaxen stehen heute Mittag auf dem Programm.

Ui, ui, ui

Das Gewitter ließ lange auf sich warten. Der Himmel wurde zwar immer bedrohlicher, aber zunächst war es einfach lange nur windig. Man konnte den Regen schon riechen, die Luft war schon lange abgekühlt als dann pünktlich zum Abendessen der Regen mit Blitz und Donner bei uns ankam.

Karolina mit einem Taubenschwänzchen

Und schon wieder habe ich ein neues Tier kennengelernt. Das Taubenschwänzchen ist ein Schmetterling bzw. ein Nachtfalter, der mit seinem Schwirrflug an Kolibris erinnert. Vergeblich versuchte er aus dem Innenraum wieder hinauszufliegen, obwohl alle Türen offen standen. Der Schwirrflug dauerte mindestens 15 Minuten an. Dann ließ er sich erschöpft an der Wand nieder. Das Taubenschwänzchen ist in ganz Europa heimisch, dennoch habe ich so ein Insekt noch nie gesehen.

Sonntag – Ruhetag? Von wegen!

Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung

Die Nacht war ruhig, die Insekten wurden durch das fast unsichtbare Fliegengitter ferngehalten. Das ist von unschätzbarem Vorteil, hörte und sah ich doch Viele davon gestern Abend auf meiner Terrasse. Es gibt auch eine nicht zu schätzende Anzahl aus der stechenden Zunft. Beim Abendessen machte das Authanspray die Runde. Ich bin ein ungenießbarer Mensch, denn wie ist es sonst zu erklären, dass ich auch ohne Authan nie gestochen werde? Der nachbarschaftliche Hahn hat mich nicht geweckt, dafür aber kläffende Hunde, die wohl längere Zeit um Aufmerksamkeit buhlen mussten. Ich denke, der Hunger könnte vor der avisierten Fütterungszeit gekommen sein. Denkbar ist aber auch, dass sie einfach auf herumsträunende Katzen oder Wildtiere reagierten.

Heute werde ich einen entspannten Sonntag verbringen. Frühstück, klampfen, Repertoire mit Sax spielen, Mittagessen, Siesta, klampfen, Kaffe und Kuchen, lesen, bloggen, Abendessen, jammen mit den Kursteilnehmern.

Bin ganz neugierig, welche Spiel- und Übeoasen ich auf dem weitläufigen Areal des Casanuova entdecken und nutzen werde.

Im Schatten Postkarten schreiben

Nach dem Frühstück, das keine Wünsche offenließ, habe ich erst einmal Postkarten geschrieben. Ja, auch das mag ich noch, obwohl ich ein sehr digitaler Mensch bin.

Eidechsen anlocken mit Gitarrenspiel

Eidechsen wuseln auf dem ganzen Gelände herum und lassen sich vom Gitarrenspiel und Gesang nicht beirren. Ich liebe es, die Tiere zu beobachten, während ich musiziere.

Auch Saxophon spielen darf ich hier

Mein ganzer Urlaub findet mehr oder weniger im Freien statt. Essen, musizieren, schwimmen und relaxen. Sobald man in oder durch geschlossene Räume geht, gilt hier überall die Maskenpflicht. Das ist gut so, wenn ich die Nachrichten aus Deutschland lese, dass dort oftmals wieder leichtfertig gehandelt wird🙄. Mal sehen, wann der nächste Lockdown kommt🤔. Ich werde hier in der Abgeschiedenheit bleiben und Menschenansammlungen meiden. Vermutlich werde ich bei der Wiedereinreise nach Deutschland eh getestet.

Im Naturteich schwimmen

Heute ist es wieder sehr heiß. Vor 17 Uhr gehen die Kurse nicht weiter. Am besten läßt es sich nachmittags am Naturteich mit Seerosen und Fröschen aushalten. Unter einem Rebendach kann man nach dem Sprung ins kühle Nass herrlich ausruhen und entspannen.

Apfelkuchen mit Überraschungseis

Nach der kühlen Erfrischung gab es eine weitere eisige Überraschung! Mein Apfelkuchenstück wird mit einer Vanilleeiskugel serviert. Das ist eine perfekte Kombi für hochsommerliche Temperaturen.

Nach einer kleinen Ruhepause im kühlen Appartement freue ich mich auf das Abendessen. Schwimmen macht hungrig!

Es geht los…
Karolina, die Gesangsdozentin

Karolina ist die wunderbare Sängerin und Gesangsdozentin des Workshops. Ich darf ihr Gesellschaft leisten. Bei ihrem Mann Sebastian und ihren beiden Teenies habe ich direkt Familienanschluss gefunden. Nach der Vorspeise wurde unsere Aufmerksamkeit auf die Wiese unterhalb der Essensterrasse gelenkt:

Oh mein Gott I – eine Wildschweinrotte auf der Wiese

What a day! Direkt nach der Vorspeise kommt eine Wildschweinrotte auf die gemähte Wiese am Haus und tobt sich aus. Die Eltern mit den Frischlingen rannten ca. 5 Minuten kreuz und quer, bevor sie in die Rebzeilen weiterzogen. Das war ein einmaliger Anblick, den ich auch noch videografieren konnte.

Oh mein Gott II – ein Stachelschwein auf der Landstraße

Bis heute um Mitternacht wusste ich nicht, dass es in der Toskana Stachelschweine gibt. Google erklärt mir zeitnah: Die Römer haben sie vor 2000 Jahren aus Afrika mitgebracht! Und eines dieser Nachkommen lief heute Nacht eine zeitlang vor meinem Auto her, bis es gnädigerweise nach links in das unbefestigte Gelände auswich. Das war faszinierend, sah es doch zunächst von hinten wie ein Pfau mit kurzen Federn aus. Der Gang war wirklich trottelig und ich traute meinen Augen nicht… ich hatte den ganzen Abend nur Mineralwasser getrunken, weshalb ich sicher war, dass es real und keine Halluzination war.

Karolina, Valérie und ich

Und zwischen Wildschwein und Stachelschwein gab es die Session auf der Terrasse, bei der ich mitsang und mein Saxophon zum Einsatz bringen konnte. Was für ein vielfältiger Tag!

Und wie geht meine Reise weiter?

Ich bin selbst gespannt… Pisa, Florenz, nach Hause, nächster Gitarren- oder Gesangsworkshop in der toskanischen Villa Casanuova? Das klingt alles sehr verlockend. Erst mal Koffer packen und nach dem Frühstück brainstormen. Aufregend…

Alles wieder verstaut
Noch schnell von Kosho CDs kaufen

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen 😪. Es war fantastisch. Mit Kosho, der harmonischen Gruppe, die liebenswerten Gastgeber, das hervorragende Essen und die Location, der Swimmingpool. Ach, was könnte ich noch schwärmen. Unglaublich, dass und vor allem wie ich in dieses Paradies geraten bin. Facebook sei Dank habe ich Ende Juli Koshos Angebot entdeckt. Er warb mit freien Plätzen für den Gitarrenkurs in der Toskana. Kosho ist ein alter Schulkamerad von mir. Wir kennen uns aus der Gymnasialzeit und haben zusammen Abitur gemacht. Er war damals schon der Star als Gitarrist mit eigener Band und in der Theater AG in der Hauptrolle in „Diener zweier Herren“. Er ist ein wahnsinnig energetischer Mensch, pädagogisch einfühlsam und trotz seiner Erfolge u.a. auch mit den Söhnen Mannheims, sehr sympathisch, humorvoll und bodenständig geblieben.

Für meine Elo-Kameradin… hat mir Kosho signiert!
Veit hat einen jungen Igel aus dem Treppenschacht gerettet

Als wir alle aufbrechen wollten, vermisste ich meinen Capodaster. Ich suchte das Gelände ab, jedoch vergeblich. In einem Treppenabgang entdeckte ich eine kleine stachelige Kugel. Ein Igel… er ist vielleicht schon verdurstet. Er hat keine Chance, alleine wieder aus der Falle zu kommen. Veit kletterte die Böschung hinunter und stupste den Kleinen an. Jaaaa, er lebte noch und konnte gerettet werden. Das hat mich glücklich und dankbar gemacht. Denn so hat der verlorene Capodaster einem Igelbaby das Leben gerettet. Und beim Musicant in Frankenthal wird der Ersatz gekauft. Ergo gibt es mehr Gewinner als Verlierer. So liebe ich das Leben😄.

Noch hat er sich eingekugelt

Heißt mein nächstes Ziel Casanuova in Figline Valdarno? Das ist ein weiteres wunderschön angelegtes toskanisches Landhaus, das ich mir anschauen werde. Wenn es mir gefällt, werde ich dort 2 Nächte verbringen und in der Nachbarschaft zu Sting wohnen, der gerade in der Toskana weilt und in seinem Haus ist. Ab morgen findet im Casanuova ein einwöchiger Kurs für Gitarre und Gesang statt. Da ich nicht so lange bleiben möchte, würde ich mich als Mäuschen dazusetzen und einfach die Tage und das leckere Essen genießen. Und wenn es optimal läuft, könnte ich abends auf den Sessions mit dem Sax mitspielen.

Jetzt kann es losgehen

Ich entschließe mich, in Richtung Florenz loszufahren und nicht die Autobahn zu benutzen. Mit gemütlichem Tempo cruise ich durch die Toskana bergauf und bergab. Viele Motorradfahrer nutzen die Serpentinen, um die Kurven voll auszukosten. Das erinnert mich an meine Alpen- und Dolomitentour, die ich 2012 mit meiner Kawasaki gemacht habe. Heute würde ich mich nicht mehr in Motorradklamotten zwängen wollen bei 36 Grad. Ich bin einfach im Cabrio-Alter angekommen. Nach gut 2 Stunden Fahrt stehe ich vor dem beeindruckenden Anwesen:

Traumhaft schönes Casanuova
Blick von der Terrasse

Kaum angekommen, sitze ich mit einer kühlen Flasche Mineralwasser auf der Terrasse und genieße den herrlichen Ausblick über den Weinberg. Sogleich werde ich von einem freundlichen Gitarristen begrüßt. Er erklärt mir quasi, wie das hier so abläuft. Und vor allem, dass er der Gitarrendozent ist.

Silvio Schneider, Gitarrist

Leider gab es das versprochene Einzelzimmer nicht. Kurzerhand mietete ich ein Appartement. Gleich als Erstes erfreute ich mich an der Gastkatze. Die Räume sind schön kühl und ich kann unter einem großen Baum im Schatten relaxen, während mein frisch gewaschenes Kleid in der Sonne trocknet.

Mein Besuch
Mein Wäschetrockner

Nach einer erfrischenden Dusche und kurzer Ruhezeit ging ich zur Ansprache und Einführung im Casanuova durch die Chefin Ulla, was es wann zu essen gibt und welche Regeln zu beachten sind. Danach gab es einen Begrüßungstrunk und anschließend gegen 20 Uhr Abendessen. Es gibt vorzugsweise Gerichte mit Gemüse aus eigenem Bioanbau. Das gefällt mir sehr gut und es schmeckte auch alles toll.

Ein verspielter Hofhund ist stets präsent und möchte von jedem geknuddelt werden. Er bringt Feigen und erwartet, dass man die Frucht wegwirft, damit er hinterher jagen kann. Derweil erreichte mich ein Foto aus der Heimat, das zeigt, wie mein Kater Filou heute stolz mit der erjagten Maus mitten auf der Straße sitzt, um gelobt zu werden. Und an meiner Appartementwand jagt ein Gecko eifrig Insekten. Und gerade streift die schwarze Katzenmutter durch meine Terrasse, die ich jetzt müde gegen das Bett eintausche. Also heute war echt ein tierischer Tag.

Miro beim Feigenspiel
Filou auf Mäusejagd
Gecko auf Insektenjagd

Facebook Konto gehackt

So fing es an…

Die letzten Tage war ich genervt von ständigen E-Mails, ich hätte angeblich ein neues Passwort angefordert. Das betraf meine gmx.mail, web.de, Facebook, paypal, ebay Kleinanzeigen etc… Angefangen hat es mit obiger Phishingmail von Facebook, die ich leider aufgrund der späten Uhrzeit und weil ich auch sehr erschrocken bin, dass angeblich jemand auf meinen Facebook Account zugegriffen haben soll, nicht auf Echtheit überprüft habe. Normalerweise googelt man den Absender und schon weiß man, dass es ein Betrugsversuch ist. Das muss mir passieren, wo ich seit 20 Jahren soooo vorsichtig und so versiert im Netz unterwegs bin🙄. Jetzt musste ich seit Tagen alle möglichen Angriffe abwehren und alle Passwörter ändern und alles überprüfen. Auch das ist mein Urlaub😰.

Ansonsten geht der Tag in gewohnten Bahnen: Schwimmen, frühstücken, Rhythmustraining, Shout verfeinern, neuer Input.

Frühschwimmen

Nach einem Telefonat mit meinem IT Berater habe ich alle Passwörter erneuert und das zweifache Authentifizierungsverfahren aktiviert. Meine Konten sollten jetzt sicher genug sein und es war das erste und letzte Mal, dass ich auf eine Phishing Mail reingefallen bin. Das hat mich jetzt mehrere Stunden dieses Urlaubstages gekostet, jedoch auch eine Menge an Erfahrung gebracht. Ich habe viel dazugelernt. Mein Computer zu Hause war zum Glück nicht betroffen.

Zur Entspannung habe ich mir heute Nachmittag die 30-minütige Radio-Dokumentation im SWR vom wunderbaren saarländischen Saxophonisten Johannes Müller angehört. Es gab sehr schöne Auszüge aus seinen Kompositionen mit seiner Band Jazz Mile als auch ein Stück der Bundeswehrbigband zu hören, wo er sich mit Till Brönner, dem bekanntesten zeitgenössischen Jazztrompeter, im Stück „Happy“ battelt.

Natürlich hat uns Kosho wieder geniale Tricks und Kniffe verraten und alle üben derweil fleißig für den morgigen Abschlussabend…. oh Gott schon morgen Abend? Diese Woche ging viel zu schnell vorbei.

Mit Abstand und offener Tür wird geklampft

Heute gibt es Fisch zu jedem Gang…

Vorspeise

Der Ausblick vom Essenstisch ist wieder sehr beeindruckend.

Jeden Abend…
Im Freien essen….
Francesca bringt uns die Köstlichkeiten… wie Seebrasse, Muscheln mit Nudeln…

So mancher am Tisch hat etwas mit kleinen stechenden Viechern zu kämpfen… Kosho hat es auch erwischt. Gut, dass es Authan gibt. Ich bleibe verschont. Vermutlich bin ich ungenießbar für das toskanische Getier.

Authan kann Leben retten
Dozentenkonzert
Eigenkomposition von Kosho
Session am Essenstisch
Verstärkung

Eine Zikade wollte offenbar unserer Musik lauschen. Vielleicht sogar mitsingen, bzw. mitzirpen? Sie kam zu später Stunde auf unseren Tisch.

Ausflugstag

Heute fing der Tag wie immer an:

Mein Begleiter Robbi

Schwimmen mit Robbi!

Kosho ist auch Frühschwimmer!
Ein ermunternder Kommentar!

Nach dem Frühstück begannen wir wieder mit einem rhythmischen Aufwärmtraining. Dann brachte uns Kosho neue Anschlagtechniken bei: Flageolet und Hammering… alles wurde im Song „Shout“ von Tears for Fears umgesetzt. Puh… wieder sehr viel Input.

Flageolet Töne sind mega!

Heute Nachmittag haben wir freie Zeit zur Verfügung. Die vorgesehenen Kurseinheiten sind auf die anderen Tage verteilt. Die meisten, ich glaube alle, fahren wohl nach Volterra. Bin gespannt🧐.

Die Hauskatze müssen wir leider vertreiben😏

Volterra liegt ca. 50 km südlich von Pisa und nur 30 km vom Mittelmeer entfernt und ist eine der schönsten Städte in der Toskana. Sie ist eine befestigte Stadt mit Dom, Palast, Überreste der etruskischen Akropolis, römisches Theater, Ruinen einer alten römischen Thermenanlage und Vieles mehr.

Erst mal stärken, bevor es durch die alten Gemäuer geht

Wir genossen erstmal den herrlichen Panoramablick bevor wir durch die Gassen flanierten. Viele Läden mit Kleidung, Alabaster, Schmuck, Eis, Schuhe, Dekorationsartikel, Bars, Ristorante… erwarteten uns. Man kann nicht in alle Geschäfte rein, das überforderte uns. Die Maske setzten wir irgendwann gar nicht mehr ab. Die engen Gassen haben etwas Romantisches und vor allem spenden sie Schatten!

Die Kursteilnehmer in Volterra
Beute

Gewürzmischungen und Weinflaschenverschlüsse in den Farben Italiens waren meine Beute und ein paar Mailänder Schuhe😎👠😜. Das war ein angenehmer Nachmittag. Die Hitze ist zurückgekehrt. Der milde Abendwind kühlt die Haut und das nächste Highlight des Tages wartet bereits auf uns. Das Abendessen!

Und jeden Abend andere Köstlichkeiten. Käse mit Feigenmus😋

Und vor dem nächsten Speisengang besucht uns der Fuchs, der hier immer wieder über das Gelände der Albergo streift.

Der Hausfuchs
Vanille Eis mit Erdbeeren

Ein weiterer schöner Tag geht zu Ende… mit schönen Gitarrenklängen am Abendessentisch.

René spielt und singt uns in die Nacht!
René 2 gibt auch einen Song zum Besten
So ein schöner Abend

Gewitterwolken

Gewitterwolken im Anmarsch

Heute macht die Sonne offenbar Pause. Das muss ja auch mal sein. Zumindest kurzzeitig! Das hält mich jedoch nicht vom Frühschwimmen ab. Kurz nach 7 Uhr ziehe ich meine Bahnen. Bin jetzt schon sehr gespannt, was der Tag bringen wird.

Rettungsschwimmerin

Alleine und nur in Gesellschaft des Saugroboters zog ich meine Bahnen. Dabei rettete ich jede Menge Getier wie Käfer und Falter, die sich zappelnd an der Wasseroberfläche tummelten. Rettungsschwimmen könnte meine neue Leidenschaft werden🧐.

Nach dem Frühstück geht es los mit rhythmischen und gymnastischen schweißtreibenden Übungen. Das bringt den Kreislauf auf Touren und ist auch ein Training, das essentiell für alle Musiker ist. Gelacht wird dabei auch, so dass die Lachmuskeln auch was davon haben😂.

Ohrwurm

Heute haben wir intensiv Riders on the Storm in allen Grifflagen geübt. Meine Fingerkuppen schmerzen🤪.

Toll und leicht verständlich erklärt👍

Und dann kam das Unwetter. Es war so heftig, dass die Albergo fast unter Wasser stand. Der Regen drückte sich durch Fenster und Türschlitze… das war herrlich aufregend und dauerte glücklicherweise nur kurz an. Wir konnten nach einer kurzen Pause weiterarbeiten🎸😃.

Nach intensiven Griffvariationsübungen (oh das Wort wäre etwas für das Galgenmännchenspiel🤪) gehen wir in die wohlverdiente Mittagspause und der Himmel hellt sich auch schon wieder auf😎!

Während das Wetter langsam wieder besser wirde, streifte ich übers Gelände. Da gab es heute Nachmittag allerlei zu entdecken, auf dem Areal der Albergo. Tiere, Pflanzen Sensationen:

Yoga? Pilates?
Eidechsen gibt es überall
Schnecke😋

Kosho ist unermüdlich in seinem Unterrichtswillen. Auch Francesca an der Rezeption sitzend erhielt heute eine Lektion. Kosho erklärte ihr die relevanten Griffe und Tonarten für unseren Song im Schnelldurchlauf mit Maske🙄. Und dann geht es mit den Kursteilnehmern weiter. Riders on the storm – kein Song könnte heute passender sein. Der aufkeimende Sonnentag wurde durch weitere Gewitterwolken wieder zurückgedrängt. Das Gewitter ist noch nicht komplett ausgestanden🤔

Unterricht an der Rezeption

Nach Kursende ist immer noch etwas Luft bis es das leckere Abendessen gibt. Nachdem ich meine Gitarrenübungen absolvierte, gönnte ich mir und den am Swimmingpool cocktailschlürfenden Gitarreros eine Saxophonstunde mit dem Besten aus meinem Soloprogramm. Die fürstliche Entlohnung in Form eines Apérol vom Chefgitarristen persönlich war mir sicher. Über diesen und auch über das Lob von Kosho, das er zu meinem Saxophonspiel abgab, war ich glücklich😃.

Repertoire üben….
Gegrilltes Fleisch an Salat mit Käse

Das Abendessen war wie die vorangegangenen Tage wieder sehr besonders. Satt und zufrieden sind wir heute ohne Session direkt ins Bett, um dem morgigen Tag energiegeladen entgegenzusehen. Gute Nacht!