PRAG – Katharina Palatina auf der Karlsbrücke!

Prag…
ich freue mich auf dich!

Ach wie ich mich freue. Ich habe ein Hotel für drei Nächte in Prag gebucht. Wow! Spontan und voller Vorfreude 💥. 200 m vor der Karlsbrücke. Mit Blick auf die Brücke und die Prager Burg. Wie ich drauf kam? Prag ist schon seit ein paar Jahren auf meiner Wunschliste der Städtereisen… Nachdem ich Rom im Frühjahr eroberte, wollte ich in diesem Jahr gar nicht weiter grübeln. Doch dann sollte es anders kommen. Ein Student, Tom, war mit seiner Freundin Kim vor zwei Wochen dort.

Sekt aus Herxheim. Lecker!

Heute ist es soweit. Ich bin am Packen und um 10 Uhr geht es los!

Natürlich haben meine Lieblingsnachbarn mit mir Abschied gefeiert gestern Abend. Mein Student gab mir noch letzte Tipps und wies mich auf das Ausfüllen des Einreiseformulars hin. Auch die digitale Vignette konnte ich noch online via Smartphone kaufen. Manno…. alles in letzter Minute. Typisch Katharina. Danke Tom!

Es geht los. Filou wollte mit!
Mein erstes Bier…

Es ist jetzt 20.30 Uhr und ich sitze in einem charmanten Innenhof und esse tschechische Kost.

dazu Gulasch und Knödel

Ein Jazzgitarrist improvisiert einsam vor sich hin „Fly me to the moon“ und neben mir lodert ein Feuer. Was ich nicht wusste: In Prag läuft noch bis morgen ein internationales Musikfestival. Überall tönt es. Live Musik unterschiedlichster Art. Von Pop bis Klassik hin zu Jazz!

Old Bohemian Restaurant
Finale mit Sopranistin
Kirche mit der besten Akustik in Prag
Konzert? Da muss ich rein!

Vor der Clementinenkirche stand eine Menschenschlange… ui. Ein klassisches Konzert. Alle hatten Eintrittskarten in der Hand… hm… einfach anstellen war mir zu riskant. Also vorsichtshalber am Eingang gefragt, ob es hier noch Karten gibt. Und tatsächlich: Der höchst freundliche Mensch am Kartenservice machte mir erstmal ein Kompliment, you look… (ich kann mich an das genaue Wort nicht mehr erinnern), dann, als er merkte, dass ich alleine ins Konzert wollte, gab er mir den Studenten-Rabatt. YESSS! Läuft!

Die Karlsbrücke war mein erstes Ziel
Blick auf mein Hotel von der Karlsbrücke aus
Blick aus meinem Zimmer
Ich parke unter diesem eindrucksvollem Gebäude

Unwissentlich und im falschen Parkhaus parkte ich unter diesem Gebäude, das direkt an der Moldau steht. Die Fahnen verkünden, dass es noch bis morgen ein Musikfestival gibt. Jetzt weiß ich. Es ist das Rudolfinum, ein Konzertsaal. Hab ich eine Glückssträhne!

Schmucke Gebäude

Die Anfahrt war lange. Dennoch bei Sonnenschein und blauem Himmel mit 21 Grad bereue ich es nicht, mit dem Auto gefahren zu sein. Jetzt genieße ich mein Bierchen, den smarten Jazzgitarristen und werde gemütlich über die Karlsbrücke zurück zum Hotel laufen. What a beautiful day! Freue mich schon auf morgen. Gute Nacht!

Freitag früh – Blick aus meinem Fenster!

Der zweite Tag beginnt wolkenverhangen jedoch mit guten Erinnerungen an den gestrigen Tag und vor allem Abend! Hier noch ein paar Fotoeindrücke:

Auf dem Heimweg…

Das Frühstück war gut und reichlich und ich habe es mit einem Spaziergang zum Rudolfinum verdaut.

Rudolfinum

Das internationale Musikfestival endet heute und es waren großartige Künstler vertreten, wie die Info-Fahnen belegen.

Leider hat der Verdauungsspaziergang nicht viel genützt. Denn als ich nochmals ins Hotel zurückgekehrt bin, hat es mich ins Kleinviertel gezogen, da ich dort Lautsprechermusik, Schlachtrufe und eine Menschenansammlung vernehmen konnte. Und da waren sie, die Schüler. Fridays for Future in vollem Gange!

Es ist 11.59. Klima schützen jetzt!
Polizeibegleitet

Na ja… Die Demo war auch nicht das Problem. Vielmehr die tschechische Kalorienbombe, die sich vor meiner Nase auftat. Ich musste es unbedingt probieren. Diese Teigrollen, in Zimt und Zucker gewälzt, erinnerten mich an die rostigen Ritter, die meine Mutter mir immer gebacken hat. Dieser Duft… Allerdings mit Sahne und Nougat gefüllt haben die Dinger Kalorien für mindestens eine Woche! Die Erdbeeren haben eine gesunde Komponente mitgebracht. Das beruhigt.

Die Verlockung lauert überall
Lecker. Das T-Shirt musste ich waschen.

Also nach der Bombe musste ich erstmal wieder ins Hotel, T-Shirt waschen und die Schuhe von Sahne befreien. Gut, dass ich noch nicht weiter weg war!

Prag zu Fluß!

Gewaschen und umgezogen ging es auf Flussrundfahrt und danach zu Fuß durch die Altstadt zur Neustadt. Atomuhr, Rathausturm zu Fuß, Wenzelsplatz und Prager Fenstersturz wollte ich sehen. Immerhin kamen 11 km zusammen.

Atomuhr
Sexmaschinen!
Turmbesteigung
Prag aus der Vogelperspektive
19 und 20 Jahre alt! Wenzelsplatz – Ort der Selbstverbrennung
Fenstersturz Rathaus

Kurze Auszeit im Hotel. Dann meinen Vorsatz verwirklichen: Musizieren auf der Karlsbrücke! Im Hotel sagte man mir, man brauche eine Genehmigung. Hm… keine Lust auf Formalitäten. Ich habe es gewagt.

Katharina auf der Karlsbrücke-Yeah!

Nach 30 Minuten kam die Nachtstreife. Oh – bin ich zu laut, fragte ich scheinheilig die 3 Polizisten und ihre Kollegin. Scheiße, hoffentlich wird das jetzt nicht teuer (dachte ich nur). Ich wurde belehrt, dass meine Musik sehr schön, aber nicht erlaubt sei. Ich sei zur falschen Uhrzeit am falschen Ort. Und ich hätte die Regeln der Straßenmusik zu lernen! Oh je… hoffentlich wird es nicht teuer. Ich hatte gerade mal 7 Euro im Koffer. Die Polizei war gnädig. Ich baute ab und war dankbar, dass ich keine Strafe zahlen musste. Jetzt sitze ich bei mir um die Ecke in einem österreichischen Restaurant. Wiener Schnitzel war meine Wahl und ein Bier.

3!!! RIESENSCHNITZEL

Ok. Die 11 gelaufenen Kilometer waren praktisch neutralisiert. Nein – vermutlich nicht. Die Bilanz fiel nicht gut für mich aus.

Jetzt bin ich fix und alle. Morgen erobere ich die Prager Burg! Ich sage gute Nacht! Bis Morgen dann!

Vor dem Nationalmuseum

Veröffentlicht von Katharina Palatina

Ich bin an Vielem interessiert und schreibe über mein Leben, meine Musik und über alles, was mir so in den Sinn kommt!

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