ADDIO ROMA

Der letzte Tag, das letzte Frühstück. Es ist Zeit – ciao Bella Italia!

Es waren schöne Tage, sonnige Tage und erlebnisreiche Tage. Ich habe eine wunderbare Zeit erlebt. Es war für mich ausschlaggebend, dass ich geimpft und die Stadt noch nicht von Touristen überlaufen war. Dass Italien ab 14.6. in die weiße Zone zurückkehren wird und die Inzidenz entsprechend niedrig ist, war Voraussetzung, dass ich mich getraut habe zu fliegen. Erst am Samstag, 19.6. wurde in Rom erstmals seit über einem Jahr die Sperrstunde aufgehoben. Die Italiener, die vom Tourismus leben, waren entsprechend gut gelaunt – und sind es immer noch. Die Freude und der Überschwang sind zu spüren. Wie auf Drogen. Kein böses Wort, nur Freude und Freundlichkeit, Entgegenkommen und Unterstützung, wenn man sie braucht.

Aufladen meines Smartphones im Restaurant, im Park oder wo auch immer – das Personal war glücklich, mir helfen zu können.

Gestern Abend bin ich auf dem Weg zu meinem Hotel noch in einer Eisdiele gelandet – ein letztes italienisches Eis auf die Hand kaufen.

Na gut. 2 Minibällchen für 3,50 Euro ist ein stolzer Preis. Allerdings war es wirklich unschlagbar lecker. Mango schön fruchtig und Cocos mit Raspeln drin.

Minieis zum Maxipreis mit Maxigenuss

Den Trevi-Brunnen wollte ich auch noch einmal sehen. Er war wieder spärlich besucht, ok. Es war Montag und ich denke, Samstag und Sonntag war es voller dort. Am Brunnenboden konnte man auf jeden Fall schon wieder eine Menge Münzen liegen sehen. Eine Münze über die rechte Schulter nach hinten werfen bedeutet: Ich komme wieder nach Rom. Zwei Münzen über die rechte Schulter werfen bedeutet: Ich werde mich in einen Italiener verlieben. Beides schließe ich für mich aus (ich habe 2 Münzen geworfen *lach*).

Oben stehend habe ich die Szenerie beobachten können. Alles friedlich. Weitgehend ohne Masken. Polizei war vor Ort. Offenbar darf man am Brunnen keine Speisen verzehren. Zumindest wurden zwei Frauen mit ihrem Essen aus der Hand nach oben gebeten.

Ein süßlicher Geruch umgab mich plötzlich, als ich sah, dass drei Personen genüsslich einen Joint konsumierten. Zwei Männer und eine junge Frau – alle schwarz gekleidet, einer mit T-Shirt mit Cannabisblatt in voller Brustgröße. Das wäre alles ziemlich ok – ich kenne die italienischen Gesetze hierzu nicht. Was aber nicht ok war:

Die drei hatten sich E-Scooter geliehen und fuhren nach dem Genuss des Joints mit den Dingern durch die Straßen Roms. Hm… das kann gefährlich werden. Rom ist voll von diesen Scootern und oft kommen die in Straßen angerauscht, in denen man davon ausgeht, dass sie nur Fußgängern vorbehalten sind. Na ja. Ich bin sicher nach Hause gekommen. Es waren noch 10 Minuten zu laufen. Die letzten 200 m auf dem berüchtigten Kopfsteinpflaster, das Löcher, Unebenheiten und kleine Fallen aufwies. Es gab aber noch wesentlich gefährlichere Pflasterungen, die ich leider nicht fotografiert habe! Das letzte Stück war menschenleer – ich fühlte mich als Alleinreisende in Rom zu keiner Zeit unsicher.

Die Ansprachen der Straßenhändler ignorierte ich, schaute diese erst gar nicht an und lief einfach weiter, eine entsprechende abwehrende Handbewegung machend. Keiner wurde länger aufdringlich. Als ich im Sitzen angesprochen wurde und ein etwas penetranter Mensch mich mit Komplimenten und Fragen nach Name und Herkunft belästigte, habe ich ihm klar gesagt, dass ich mich nicht unterhalten möchte. Dann ist auch er abgezogen.

Straßenmusiker gab es auch wieder. 2 Saxophonisten, 2 Gitarristen, ein Akkordeonspieler und eine Sängerin mit Gitarre habe ich gesehen, aber aufgrund der Hitze und meines straffen Programms weder angehört noch finanziell gewürdigt.

Es ist Zeit Abschied zu nehmen!

Heute früh gab es dann noch ein Hindernis in Zusammenhang mit meinem Rückflug nach Deutschland zu überwinden. Die Bordkarte war noch immer nicht wie auf der Hinfahrt auf mein Handy geliefert. Opodo, mit diesem Reisevermittler habe ich gebucht, schrieb, es gäbe Schwierigkeiten und ich solle die Fluggesellschaft kontaktieren. Dies schockierte mich und ich wurde nervös:

Wie war der Kontoname, das Passwort, die App nutzen oder doch besser deren Webseite?

In der Aufregung findet man erstmal gar nichts mehr. Shit! Doch mit Geduld, frühem Aufstehen und etwas Beharrlichkeit, sowie einem direkten Draht zur Lufthansa konnte ich dann um 7.30 Uhr vom Smartphone aus einchecken.

Mein Covid-Test-Ergebnis habe ich per E-Mail erhalten und ihn mir zur Sicherheit noch von der Hotel-Rezeption ausdrucken lassen. Ich denke mir immer, so ein Smartphone könnte ja mal kaputt oder verloren gehen. Und dann??? Also ich liebe es safe!

Mein Shuttle ist bestellt!

Mit dem gleichen Shuttle-Service wie bei der Ankunft geht es direkt ab Hotel für 20 Euro zum Flughafen Fiumicino – FCO. Das ist die beste Möglichkeit und angenehmer als mit dem Zug vom Termini, dem Hauptbahnhof Roms, aus. Da hätte ich mit Gepäck in der Hitze – um 10.30 Uhr war es bereits 30 von 32 zu erwartenden Grad – über 30 Minuten laufen oder ein Taxi nehmen müssen – und das wäre insgesamt auch nicht günstiger gekommen (Zug 14,- €).

Mein Koffer leistet mir Gesellschaft

Ich habe im Hotel bereits ausgecheckt. Der Bus kommt erst nach 35 Minuten ab Bestellung. In dieser Zeit schreibe ich am Blogartikel weiter und sitze im angenehm klimatisierten Warteraum. Ein freundlicher, sympathisch auftretender Shuttle-Busfahrer holt mich ab. Er ist sehr nett und zuvorkommend. Ganz anders als auf der Anreise. Mein Koffer wird ins Auto gehievt, am Flughafen fährt er mit dem Aufzug mit mir und noch zwei Niederländerinnen, die wir in Rom aufgesammelt hatten, in die Terminalhalle. Ich hätte den Weg erstmal alleine nicht gefunden.

So – das hat geklappt.

Angekommen im Flughafen und noch jede Menge Zeit. Oder doch nicht? Als erstes den Koffer aufgeben… dann kann ich mich unbeschwert im Duty free Shop umschauen.

Ich erhielt von der Lufthansa eine E-Mail mit dem Hinweis, dass ich mich zur Gepäckaufgabe an Schalter 227 begeben solle. Dort angekommen, wurde ich von einem wartenden Ehepaar aufgeklärt, dass dies der Business-Schalter sei. Hm… ich fliege Economy – nicht Businessclass. Was sollte ich tun? Ich konnte auch nicht mehr in die andere Warteschlange. Ich stand hier bereits 30 Minuten, weil eine 3-er Gruppe irgendwelche Probleme mit den Reisedokumenten und Gesundheitsnachweisen hatte.

Die Dame an Schalter 227 war sichtlich genervt und unfreundlich. So dann auch zu mir. Sie motzte mich an, dass ich hier nicht einchecken dürfe… Dabei ging es nur um die Kofferaufgabe. Alles andere hatte ich online erledigt. Sie wollte mich abweisen. Auch als ich ihr die E-Mail von Lufthansa zeigte.

Sie tobte sowas wie: Du kleiner Wurm. Was erlaubst du dir, dich hier in der Businessclass einzureihen? Zu Poden mit dir! Geh mir aus den Augen!

Sie wollte mich wegschicken. Ich wiederholte mich und zeigte die E-Mail von Lufthansa von heute früh.

NEIN! Du gehörst hier nicht her! Aber damit ich dich Wurm endlich los bin… gib her den Koffer! Und geh mir aus den Augen! Typisch römische Theatralik!

Also das war eine 1-Minuten-Angelegenheit, meine Passdaten im Computer abzugleichen, um den Kofferaufkleber zu produzieren.

Ich weiß ja nicht, ob die Koffer in der Business Class auf Samt gelegt werden. Oder ob die eine besondere Behandlung erfahren. Oder gar nach Hause geliefert werden. Auf jeden Fall war diese überforderte Schalterdame das unfreundlichste Wesen auf meiner ganzen Reise.

Ich war aufgewühlt und den Tränen nahe. So eine ungerechte Furie. Mir verging die Lust am Umschauen im Duty Free Shop. Obwohl… kurz bei Bulgari reingeschaut und einen schönen goldenen Ring für 1000 Euro anprobiert. Ah – da ist auch ein Louis Vuitton Shop mit edlen Sachen.

Ein kurzer Blick auch in diesen Laden – und es war einfach genug. Zeit für die Heimreise.

Auf dem Weg zum Flieger stand unverhofft das öffentliche Klavier. Ich setzte mich dran. Drückte einen C-Dur Akkord, spielte ein paar Arpeggien und entlud die negative Energie über die Tasten in den Boden des römischen Flughafens. Sollen sie sich den Ärger in Italien behalten. Ich nehme ihn nicht mit.

Ich freute mich, endlich in der Wartehalle meines Abfluges angekommen, auf das leckere Brötchen, das ich mir am Frühstückstisch üppig belegt hatte. Jetzt wo ich zur Ruhe gekommen bin! Na, wo isses… ahhhhh – im Kühlschrank des Hotels verblieben. Mist!

Wartebereich ‐ gleich geht es los!

Im Flieger gab es wie schon auf der Hinreise das leckere Lufthansa-Schoko-Täfelchen. Das hat mich gerettet und zusammen mit dem guten Elisabethen – Wasser durch den Tag gebracht.

Mittagessen

Jetzt freue ich mich auf zu Hause!

Die Alpen – beeindruckend!

Ankunft in Frankfurt und Heimreise

Mein Garten freut sich

Wieder daheim, wurde ich von meinem Kater begrüßt. Er freute sich und wollte gleich mit mir spielen.

Filou freut sich

Mit den weltbesten Nachbarn konnte ich auf die erlebnis- und erfolgreiche Reise anstoßen und meine Freude über die gesunde Rückkehr teilen.

Die Nachbarn freuen sich

Morgen werde ich ein paar Fotos zusammenstellen und einiges als Nachlese schreiben, was mir zum Rom-Aufenthalt noch einfällt und für mich auch als Erinnerung wichtig erscheint.

Schließlich habe ich mir mit dem Rom-Blog ein Reisetagebuch geschrieben, in das ich selbst immer mal wieder gerne reinschauen werde.

Ich bedanke mich bei euch allen, die ihr mitgelesen habt und freue mich natürlich auch über Feedback!

Ganz liebe Grüße

Eure Katharina Palatina

Veröffentlicht von Katharina Palatina

Ich bin an Vielem interessiert und schreibe über mein Leben, meine Musik und über alles, was mir so in den Sinn kommt!

Ein Kommentar zu “ADDIO ROMA

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